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Listeriose

Listeriose wird durch ein Bakterium ausgelöst.

Der Listeriose-Erreger ist ein Bakterium mit dem Namen Listeria monocytogenes. Ist man an Listeriose erkrankt, empfindet man die Erkrankung meist als eine leichte Grippe. Eventuell treten zusätzlich noch Magen- und Darmprobleme auf. Gerade in den ersten Schwangerschaftswochen sollten Sie auf bestimmte Nahrungsmittel acht geben. Eine Erkrankung an Listeriose kann zu schweren Erkrankungen des Ungeborenen, zu einer Fehl- oder sogar Totgeburt führen.

Zu erwähnen ist hier ebenfalls, dass die Listeriose-Infektion bei Schwangeren nur vereinzelt anzutreffen ist. Untersuchungen weisen etwa zwei Infektionsfälle auf insgesamt tausend Schwangerschaften auf.

Wo kommt der Erreger vor? Und was ist zu bedenken?

Den so genannten Listerien kann man auf der ganzen Welt begegnen. Man kommt in seiner Umwelt also ständig mit ihnen in Berührung ohne dass man es merken würde. Als Schmutzkeime gehören sie zur Gattung der Fäulniskeime und sind somit in Erdböden, Abwässern oder verschmutzten Nahrungsmitteln anzufinden.

Milchprodukte

In unpasteurisierten Milchprodukten, die als Rohmilchprodukte gelten, in Fisch oder rohem Fleisch aber auch in frischen Salaten (meist im Frischepack) sind die Listeriose-Bakterien anzufinden.

Unpasteurisierte Milchprodukte sind deshalb sehr bedenklich, weil die Milch aus denen sie hergestellt wurden, maximal auf 40°C erhitzt wurde. Somit bleiben viele Keime erhalten. In der Käseherstellung sollen diese Keime für die typischen Aromen der Käsesorten sorgen. Weich- und Frischkäse aus der niedrig erhitzten Milch weisen mehr Listeriose-Erreger auf als die Hartkäsesorten (diese werden länger gelagert). Die Erreger findet man hier nur unterhalb der Rinde, weshalb man diese vor dem Genuss entfernen sollte.

Pasteurisierte Milchprodukte sind unbedenklich, da die Milch auf mindestens 63°C erhitzt wird. Bakterien haben hier kaum noch Chancen zu überleben, deshalb werden bis zu 99 % der Bakterien abgetötet. Zu den Produkten zählen Butter, Hartkäse, Kondensmilch, Milchmischgetränke oder Rahm.

Fisch und Fleisch

Alle Fleisch- und Fischsorten sollten Sie gut durch erhitzen. Vermeiden Sie rohes Hackfleisch, Tartar oder Fleischpasteten (z. B. von der Leber). Auch geräucherte Spezialitäten, wie Lachs, Forellen, Salami, Teewurst zählen dazu. Verzichten Sie lieber ganz auf Rohfisch, wie Sushi oder Sashimi.

Gemüse und Salat

Eingeschweißte Salate und Gemüsesorten sollten stets übergründlich abgewaschen werden. Schließlich ist das Gemüse mit Erde in Berührung gekommen.

Fertig- und Mikrowellengerichte

Bei Fertig- und Mikrowellengerichten sollte beachtet werden, dass diese gleichmäßig erhitzt werden, so dass auch hier mögliche Bakterien abgetötet werden können.

Eine kleine Übersicht soll Ihnen helfen, Nahrungsmittel gezielt auszuwählen. Im Folgenden sind Nahrungsmittel aufgelistet, die Listeriose-Erreger in sich tragen können:

In unserem Storchenfeder-Bereich Ernährung finden Sie weitere interessante Informationen zum Thema.

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