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Der Weißstorch

Der bekannteste Storch Europas.

Aussehen/Kennzeichnung

Der Weißstorch macht seinem Name alle Ehre. Er besitzt vornehmlich weißes Gefieder. Nur an der Flügeldecke weist er eine schwarze Färbung auf. Sein Schnabel und seine Beine sind sehr lang und sind rot gefärbt. Unter dem Gefieder zeigen sich jedoch auch vereinzelt schwarze Hautteile.

Verhalten

Der Weißstorch ist ein tagaktives Tier. Sein Flugstil ist überwiegend vom Segeln bestimmt. Darüber hinaus ist sein Flügelschlag als schwerfälliges Rudern zu bezeichnen. Außerhalb der Brutzeit lebt er in Verbänden. Diese Verbände haben keine festgeschriebene Größe. So sieht man kleinere oder größere Verbände. Zur Wanderzeit sammeln sich allerdings diese vielen Verbände zu jeweils großen Schwärmen, die einige tausend Tiere fassen können. Je größer ein Schwarm ist, desto niedriger ist das Risiko eines jeden einzelnen Tieres erbeutet zu werden.

Treffen die ersten Störche im Frühjahr wieder im Norden ein, besetzen sie die Nester aus dem jeweiliegen Vorjahr. Zunächst treffen die männlichen Vögel ein, um das Nest wenn nötig zu erkämpfen oder zu verteidigen. Trifft so dann die Partnerin des männlichen Storches ein, wird sie mit lautem Klappern des Schnabels begrüßt.

Fortpflanzung

Storchenpartner führen eine monogame Saisonehe. So kann es passieren, dass Störche alljährlich ihren Partner wechseln. Allerdings vermeiden sie es alljährlich gleichzeitig mit ihrem Partner auch ihren Nistplatz zu wechseln – nur diesem sind sie nämlich gegenüber wirklich treu. Haben sich zwei Weißstörche gefunden, bauen sie gemeinsam das Nest, in dem sie von März bis Mai drei bis fünf Junge aufziehen. Beim Brüten wechseln sich die Partner gegenseitig ab. Derjenige, der nicht am Nest wacht, ist für die Futterversorgung zuständig und bringt im Kehlsack erbeutete Nahrung oder im Schlund gelagertes Wasser zum Nest.

Lebensort und Vorkommen

Weit verbreitet ist der Weißstorch heute nur noch in Spanien, Ostdeutschland und Osteuropa. In der Vergangenheit war er in ganz Europa anzufinden, doch das nimmt leider bis heute immer mehr ab. Wie man selbst in Deutschland spüren kann, hat der Bestand besonders in Westdeutschland, Holland, Frankreich sowie in der Schweiz abgenommen. Durch die Zerstörung der naturbelassenen Lebensräume und den immer länger andauernden Dürreperioden in der afrikanischen Sahelzone gilt er in manchen Gebieten sogar als ausgestorben.

Lebensraum

Der Lebensraum des Weißstorchs sind Feuchtgebiete, also Wiesen mit einem hohen Feuchtanteil des Bodens oder vielen Teichen oder Flüssen. Hier findet der Storch seine Nahrung. In südlichen Gefilden sind es die Steppenlandschaften.

Seine Brutplätze wählt er in ländlichen Siedlungen gern in hohen Bäumen, Stockbauten oder auf Häusern. Auwälder sind gern bevorzugte Brutstätten. Die Kombination aus einem großflächigen Feuchtgebiet, dem damit verbundenen Nahrungspotential und dem alten Baumbestand macht es für den Storch zum idealen Lebensraum.

Ernährung

Der weiße Storch ernährt sich von Fröschen, Insekten, kleinen Nagetieren, wie Hamstern oder Mäusen, kleinen Fischen oder Aas. Selbst vor Reptilien, wie kleinen Echsen oder Schlangen, schreckt er nicht zurück.

Flugwanderungen

Der Weißstorch wird als so genannter Langstreckenzieher bezeichnet. Bevor im nördlichen Europa der Winter eintritt, fliegt er tausende Kilometer bis nach Südafrika, um dort zu überwintern. Anfang März kehrt er in sein Sommerquartier zurück.

Alter

Das durchschnittliche Alter der Weißstörche wird auf 8 - 10 Jahre geschätzt. Es wurden jedoch schon weit aus ältere Exemplare gesichtet.

Fabelwesen

Als Adebar überbringt er in Fabeln 1 den Müttern Ihre Kinder. Die Bezeichnung Adebar steht für die Charaktereigenschaft des Stolzes. Wahrscheinlich ist es sein stolzer Gang, der ihm zu dieser Personifikation dieser menschlichen Eigenschaft verhalf.

 

1 Zur Fabel: Die Fabel ist eine Erzählung mit belehrender Absicht. In dieser eher kurzgehaltenen Erzählung spielen Tiere, Pflanzen oder auch Mischwesen die Hauptrollen. Ihnen werden menschliche Eigenschaften zu eigen und verhalten sich dementsprechend. Am Ende einer solchen Fabel steht eine allgemeingültige Moral. Schon 600 vor Christi Geburt erzählte man sich diese lehrreichen und oft amüsanten Kurzgeschichten.

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