Storchenfeder .de

Storchenfederstorchenfeder.de News-Archiv

Deutschlands Kinder leiden immer mehr an Übergewicht und fehlender Bewegung

Kinder und Jugendliche, die in Deutschland leben leiden immer häufiger an Übergewicht und einer schlechten körperlichen Konstitution. So meint Dr. Georg Eysel-Zahl (Vorstand in der Sahra Wiener-Stiftung "Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen"), dass Deutschland Großbritannien den ersten Platz im Bereich Übergewichtigkeit bereits abgenommen hätte. Darüber hinaus hätte sich der Anteil an übergewichtigen Kindern und Jungendlichen in den vergangenen 20 Jahren um die Hälfte verdoppelt. Der Anteil an fettleibigen Kindern und Jugendlichen habe sich dagegen beinahe verdreifacht. Die Vermutung liegt nahe, dass mangelnde Bildung und Bewegung, unzureichende Ernährung in der Menge, wie auch in der Zusammensetzung die Auslöser dafür sein könnten. Die KIGGS-Studie (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen) des Robert-Koch-Instituts Berlin (veröffentlicht im Jahr 2007) untersuchte die gesundheitliche Verfassung von Kindern und Jugendlichen in ganz Deutschland. So wurden die Essgewohnheiten, die Häufigkeit der Ausübung von Sport, die ganzheitliche Entwicklung (körperlich und seelisch) von Kindern und Jugendlichen untersucht und aufgenommen.

Stellt einmal pro Woche Sport treiben bereits ein Problem dar?

Die KIGGS-Studie ergab, dass 40,4 % der Mädchen und 36,2 % der Jungen der 3- bis 10-Jährigen mit niedrigem Sozialstatus weniger als einmal pro Woche Sport treiben. Im mittleren Status sind dies bei den Jungen nur 21% und bei den Mädchen 24,1 %. Einen deutlich niedrigeren Anteil hat die Gruppe mit hohem Sozialstatus vorzubringen. Hier sind nur 14,9 % der Jungen und 12,1 % der Mädchen betroffen.

Beim bundesweiten Vergleich zwischen Ost und West waren rund 10 % weniger Mädchen im Westen (23,4 %) als im Osten (34,6 %) von sportlicher Inaktivität betroffen. Dagegen sind es im Osten 28,3 % und im Westen 22,6 % der Jungen, welche sich nur einmal wöchentlich mal ordentlich körperlich auspauern.

Sind Kinder mit Migrationshintergrund im bundesweiten Vergleich schlechter gestellt?

Die KIGGS-Studie zeigt auch auf, dass deutsche Kinder ohne Migrationshintergrund mit 21,1 % (jeweils bei Mädchen und Jungen) derjenigen Kinder ausmachen, welche sich nur einmal wöchentlich bewegen. Im Vergleich dazu führen Mädchen mit Migrationshintergrund die Spitze mit 48,3 % dieser eher sportlich inaktiven Kinder an. Die Jungen dieser Gruppe bilden insgesamt 35,8 %.

Es scheint also zwischen der nicht ausreichenden Bewegung und der sozialen Situation, dem Migrationshintergrund sowie der jeweiligen Wohnregion der Kinder ein Zusammenhang zu bestehen.

 

Kommentare

Anfang
Werbung