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Kindergarten-Zeit

Spielend lernen Kleinkinder die Interaktion mit anderen und werden dabei immer selbstständiger.

Gebühr für Kinderlieder in Kindergärten

In Zeiten von elektronischer Vervielfältigung scheinen den Lizenzverwaltungen für Nutzungsrechte bezüglich von Noten und Musikstücken die Fälle weg zu schwimmen. Denn jetzt sollen auch Kindergärten für das Singen von Kinderliedern und deren Vervielfältigung in Form von Kopien zahlen.

Die Verwertungsgesellschaft VG Musikedition fordert, dass für das Kopieren von Kinderlieder-Noten 56 Euro netto jährlich für eine KIGA anfallen sollen. Für diese Gebühr sollen die Kindergärten 500 Kopien von Kinderliedern ziehen dürfen. Außerdem würde ein nicht unerheblicher Verwaltungsaufwand auf die Kindergärten und -tagesstätten zukommen. Denn für jede Nutzung eines Kinderliedes soll festgehalten werden, um welches Lied und um welchen Komponist und Verleger es sich handelt, ab wann ein Lied "in Gebrauch" genommen wurde, wie oft es vervielfältigt wurde und wann es wie oft öffentlich gesungen wurde.

Ein Fotokopierverbot für Noten gibt es bereits tatsächlich in Deutschland. Man findet es im § 53, Absatz 4 des Urheberrechtsgesetzes. Schulen sind hierbei jedoch ausgenommen. Dies rührt auf einen Vertrag der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände und der GEMA1.


 

1 GEMA: Die Abkürzung steht für die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Ihre beiden Hauptsitze hat sie in Berlin und München. Von dort aus verwaltet bzw. vertritt sie die Nutzungsrechte der Urheberrechte von Komponisten, Songtext-Schreibern und von Verlegern der Musik. Die so eben genannten werden nicht nur vertreten, sie gehören der GEMA bei und sind somit Mitglieder. Die GEMA ist im Grunde ein Verein - nur mit dem Unterschied, dass dies ein Verein ist, der Umsätze erwirtschaftet.

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