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Pille und Ernährung

Wie beeinflusst die Einnahme von Hormonen unseren Körper?

Was Sie noch nicht über die Pille wussten

Wissen Sie, wie sich die Einnahme einer Pille auf Ihren Organismus auswirkt? Und wie Sie Ihr Wohlbefinden während der Einnahme steigern können?

Meist werden Frauen nur über die gängigsten Risiken der Pilleneinnahme hingewiesen, wie der Blutgerinnselbildung oder dem höheren Risiko an Brust- oder Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Über die gängigsten Nebenwirkungen, die jedoch das tägliche Leben der Frau betreffen, wird sie meist nicht aufgeklärt. Sogar in den Packungsbeilagen des verhütenden Medikamentes ist ebenso selten etwas zu finden. Also wundern Sie sich nicht, wenn Sie im Folgenden beschriebene Nebenwirkungen wiedererkennen: Mattigkeit, depressive Verstimmungen, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Reizungen im Genitalbereich oder Ansammlung von Gewebsflüssigkeit.

Die Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen greifen in den Nährstoffhaushalt der Frau ein und können so ihr Wohlbefinden stark beeinflussen. Die gute Nachricht ist, dass Sie durch eine ausgewogene Ernährung und die richtige Zuführung von Supplementen1 diesen Nebenwirkungen entgegenwirken können.

Der Zusammenhang zwischen Nährstoffmangel und den Nebenwirkungen der Pille

Die durch die Pille hervorgerufenen, ständigen Hormonschwankungen nehmen dem Körper wichtige Nährstoffe. So lohnt es sich darauf zu achten, besonders qualitativ hochwertige Nahrung zu sich zu nehmen. Nährstoffe wie Folsäure, Zink oder die Vitamine C, B6 und B12 sind nur einige Nährstoffe, die zugeführt werden sollten. Eine kleine Übersicht soll Ihnen einen täglichen Richtwert vermitteln2:

Zink 15 mg
Magnesium 300 mg
Vitamin C 250 - 500 mg
Vitamin B6 25 mg
Vitamin-B-Komplex 5 µg Vitamin B12, jeweils 5 mg Riboflavin und Thiamin
Folsäure 0,4 mg

Depressiver Verstimmungen, Wasseranlagerungen und sogar Schwankungen des Blutzuckerspiegels können auf Grund eines Vitamin B6-Mangel auftreten. Frauen, die mit der Pille verhüten benötigen 6 – 10 mal mehr Vitamin B6 als andere Frauen, die diese nicht einnehmen. Vitamin B12 nehmen Sie am Besten in einem Vitamin-B-Komplex zu sich. Dieser enthält außer dem Vitamin B12 auch Folsäure sowie Thiamin und Riboflavin.

Der Folsäure-Bedarf einer Frau steigt ebenso mit der Einnahme der Pille, und zwar ohne, dass man es merkt. Gerade bei einem bevorstehenden Kinderwunsch sollten Sie darauf achten, genügend Folsäure zu sich zu nehmen (siehe dazu Thema "Vor dem Schwanger werden“). Bei den oben genannten Zahlen handelt es sich um Mindestangaben. Die Folsäure sollte hierbei mindestens 0,4 mg und maximal 0,8 mg betragen.

Blutfettwerte und Blutzuckerspiegel

Ein gesunder Körper besitzt die Fähigkeit den Blutzuckerspiegel sowie den Blutfetthaushalt selbst zu regulieren. Durch die Zugabe der Hormone ist der Körper bei der Kontrolle dieser Werte eingeschränkt. Es kann vorkommen, dass einige Frauen einen hohen Cholesterinspiegel und somit auch eine höheren Blutfettwert aufweisen. Dies kann zu Diabetes führen. Eine gesunde Ernährung, welche wenig Cholesterin, ungesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate sowie versteckten Zucker aufweist, kann gegen ein Ungleichgewicht dieser Werte wirken.

 

1 Supplemente sind so genannte Nahrungsergänzungsmittel, wie z.B. Vitaminkapseln.
2 Diese Angaben sind Empfehlungen. Sie ersetzen nicht die Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker. Die empfohlenen Tagesmengen können je nach körperlicher Konstitution, Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht variieren.

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