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Austreibungsphase

Die dritte Geburtsphase, in der der Muttermund eine Öffnung von etwa acht bis zehn Zentimetern aufweist, nennt man Austreibungsphase. Die Abstände der Wehen verkürzen sich weiter. So kommt es zu sechs bis sieben Wehen in einem Abstand von 15 Minuten. Das Kopf des Kindes wird weiter Richtung Scheidenausgang gedrückt, bis er schließlich auf den Darm der Mutter Druck ausübt. Dieser Druck veranlasst die werdende Mutter selbst zum Mitpressen - und zwar mit Hilfe Ihrer Bauchmuskulatur. Während der Geburt kann ein so genannter Dammschnitt notwendig sein. Er soll die Geburt beschleunigen und so den Stress des Kindes verringern. Doch wird ein prophylaktischer Dammschnitt heutzutage kritisiert und daher nicht mehr so häufig durchgeführt. Es kann jedoch auch vorkommen, dass der Damm von selbst nachgibt und infolgedessen einreisst. Um dieser Situation vorzubeugen, kann man den Beckenboden schon vor der Geburt und auch während der Schwangerschaft trainieren. Hier gibt es unterschiedliche Übungen aber auch Massagemöglichkeiten, die Ihnen Ihre Hebamme gern erklärt. Zu empfehlen ist auch der Dammtrainer Epi No.

Ist das Baby geboren, wird dem Kleinen zumeist erst die Fruchtflüssigkeit aus den Nasengängen entfernt, so dass es selbstständig atmen kann. Dies geschieht mit einem kleinen, schlauchartigen Sauger. Zur Bindungsstärkung zwischen der Mutter und dem Kind wird es dann auf die Brust der Mutter gelegt. Die Nabelschnur ist dann noch nicht durchtrennt worden. Auf der mütterlichen Brust liegend kann das Neugeborene dann den Herzschlag und den Atem der Mutter hören und die Wärme der Mutter spüren. Meist durchtrennt der Vater daraufhin die Nabelschnur - die Verbindung zwischen Mutter und Kind. Danach kann nun der Vater das Kind in den Armen halten und so ebenfalls seine Bindung zum Kind von Anfang an stärken.

Nach den ersten zehn Minuten im Leben des Kleinen, folgt normalerweise die so genannte Apgar-Score-Untersuchung. Hier bei wird der klinische Zustand des Kindes genau festgestellt.

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